Das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Bauwerk wurde umfassend saniert und durch einen Neubau zu einem Museum mit Dauerausstellung und Sonderausstellungsräumen ergänzt.
Grundlage für die Sanierung des Gebäudes waren die historisch dokumentierten Umbauten von 1868 durch Friedrich August Ritter und 1894 durch Friedrich Wanderer.
Durch die Verlagerung des Haupteinganges und allen notwendigen Funktionsräumen in den Neubau war es möglich, die bestehende Bausubstanz weitestgehend zu schonen und zu erhalten.
Der an den Bestand anschliessende Neubau spricht durch seine klare Kubatur und Konstruktion eine selbstbewusste und zeitgenössische Sprache, ordnet sich dennoch durch die Materialität der Fassade und durch die Differenzierung einzelner Gebäudeteile in Dimension und Höhe dem Bestand und seiner Umgebung unter.
Im Zusammenschluss von Neu- und Altbau wurde ein signifikanter Rundgang durch die Museumsräume entwickelt, der die Besucher durch die verschiedenen Themen der Dauerausstellung „Luthers letzter Weg“ führt.

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LSH@dezeen
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt

Realisierung: 2009 - 2013
LPH: 1 - 5, teilweise 6 - 8
BGF: 1700 qm
Kosten: 5,8 Mio EUR
Bauherr: Stiftung Luther Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Ort: Lutherstadt Eisleben
Fotos: Zooey Braun, Dennis Mueller

Hannes-Meyer-Preis 2015
UNESCO Weltkulturerbe
Auszeichnung, Fritz-Höger-Preis 2014, Winner Gold
Auszeichnung, Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt
Anerkennung, Deutscher Ziegelpreis 2015
BDA Preis, Nike für Atmosphäre 2016